Aufbruch

Menschen in Anzügen, die zu Gerichtsterminen hetzen, um Gesetzeslücken aufzudecken. Personal mit Brillen auf dem Nasenrücken, das dreißig und mehr Kopien für Jugendliche erstellt, deren einziges Interesse darin liegt, ihre Bildschirmzeit zu maximieren. Geld, das verdient wird, um es für die Hobbies anderer rauszuwerfen. Immobilien bauen, kaufen und abbezahlen, die sich durch Kredite finanzieren, um sich im selbstgeschaffenen Gefängnis zuhause zu fühlen. Rechnungen bezahlen, damit andere auch überleben können. Und dabei ist alles, was ich möchte, aufbrechen. Aufbruch zur großen Reise: Das Leben spüren. Die Liebe kennenlernen. Herausfinden, was Glück ist. Einen Freund umarmen. Die drei Worte „Ich liebe dich“ hören. Am Strand das Meer riechen und Freiheit fühlen. Tränen lachen. Regentropfen auf der Haut spüren. Die Haare im Wind flattern lassen. Von schönen Worten berührt werden. Zu Musik tanzen und das Lieblingslied mitbrüllen. Mich mit Eis bekleckern. Etwas schaffen, das andere bewegt. Träumen hinterherjagen. Mit anderen Gemeinsamkeiten teilen. In der Fremde ein Zuhause finden. Neues Leben begrüßen. Wahre Freundschaft pflegen. Alles, was ich möchte, ist, aufbrechen, berührt werden, leben statt überleben und dort ankommen, wo das Glück wartet.